Aufsuchende Familientherapie

Mit dem Angebot der „Aufsuchenden Familientherapie“ (AFT) ergänzen wir unser Angebot durch eine therapeutische Hilfe, die alle Familienmitglieder in den Hilfeprozess einbindet.

Ausgehend davon, dass Symptome oder Krisen nicht alleine einzelnen Familienmitgliedern zuzuschreiben sind, sondern eine Funktion im Familienkontext erfüllen, ist die Arbeit mit der gesamten Familie sehr wichtig. Im Verlauf der Zusammenarbeit können sich die ursprünglich störenden Symptome verändern, indem sie keine Bedeutung mehr haben, da sie umdefiniert werden können und sich das Familiensystem neu organisiert.

Geprägt ist die Arbeit von dem Aspekt, dass die Familie in der Regel über einen Zeitraum von 6 bis maximal 12 Monaten von zwei FamilientherapeutInnen zu Hause aufgesucht wird. Das Lebensumfeld der Familie und der Alltag werden zum Beratungs- und Therapieraum. Der Vorteil davon ist, dass sich alternative Handlungen direkt vor Ort ausprobieren lassen oder sich auch die Familienmitglieder besser mit einbeziehen lassen, die der Hilfe skeptisch oder ablehnend gegenüberstehen.

In der Regel arbeiten zwei TherapeutInnen (sog. Co-Therapeutenmodell) bei den Terminen zusammen, da viele therapeutische Methoden oder Interventionen nur zu zweit durchgeführt werden können.

Letztlich gilt:

„Eine Therapie ist dann abgeschlossen, wenn die Klienten die Zuversicht haben, auf einem Lösungspfad zu sein“

(Walter und Peller, 1994)