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Ferien-Sprachcamp soll Integration erleichtern

2015-03-17 (Kommentare: 0)

Übersetzer für Elternbriefe gesucht – Grundschulen kooperieren

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Türken und Kroaten, Rumänen und Russen, Portugiesen und Polen: Im Wittlager Land wohnen Mitbürgerinnen und Mitbürger vieler verschiedener Nationen. Um den Einwanderern die Integration zu erleichtern, organisiert das Kinderhaus Wittlager Land ein Ferien-Sprachcamp für Familien mit Kindern im Grundschulalter. Sie sollen in den Herbstferien vom 16. bis 23. Oktober im Haus Sonnenwinkel auf dem Essenerberg die deutsche Sprache mit abwechslungsreichen Bewegungselementen verknüpfen, um Sprachbarrieren abzubauen. Hauptförderer ist die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung.

„Mit sportlichen Aktivitäten für die ganze Familie, Sprach- und Bewegungsspielen für die Kinder und kulturellen Bildungsangeboten für die Eltern wollen wir ihnen die deutsche Kultur näherbringen sowie das interkulturelle Zusammenleben und die Sprachentwicklung fördern“, erklärt Cleo Sosnowski, die beim Kinderhaus Wittlager Land für den Bereich Inklusion sowie für die Freizeit- und Projektgestaltung verantwortlich ist. „Sämtliche Freizeitaktivitäten verknüpfen Sprache, Bewegung und Rhythmik.“

Übersetzer gesucht

Zielgruppen seien Familien mit Migrationshintergrund sowie aus benachteiligten oder bildungsfernen Schichten. Aber auch Kinder mit der Herkunftssprache Deutsch können teilnehmen. Die Kinder sollten zwischen 5 und 10 Jahre alt sein und die Grundschule besuchen. Etwa 20 Kinder und jeweils mindestens ein Elternteil sollen einen Platz bekommen können. „Ältere oder jüngere Geschwister sind auch willkommen“, betont Cleo Sosnowski. Wesentliche Voraussetzung für die Teilnahme sei die Feststellung eines Sprachförderbedarfs bei den Kindern.

Cleo Sosnowski und ihre Kollegin Sarah Peters erstellen zurzeit Elternbriefe, die in die jeweiligen Sprachen übersetzt werden sollen. Eine Anfrage bei den kooperierenden Grundschulen in Bad Essen, Lintorf und Bohmte (Erich-Kästner-Schule) habe einen Bedarf an folgenden Sprachen ergeben: Türkisch, Kurdisch, Russisch, Rumänisch, Albanisch, Kroatisch, Portugiesisch, Arabisch, Polnisch und Englisch. Wer eine dieser Sprachen schriftlich übersetzen kann, soll sich bei Cleo Sosnowski unter Tel. 0160/3628734 oder per E-Mail an cleososnowski[at]kinderhaus-wittlagerland.de* melden.

An Defiziten arbeiten

Das Sprachcamp wird von Diplom-Sozialpädagogen mit entsprechenden Zusatzausbildungen in Bezug auf Migrationsarbeit, von Logopäden, Übungsleitern aus den Sportvereinen, Bewegungsmentoren sowie Lehrern und Erziehern aus den Grundschulen und Kitas begleitet. Als Grundlage dienen die Rahmenrichtlinien „Deutsch als Zweitsprache“ des Niedersächsischen Kultusministeriums, die DJI-Studie „Bewegung und Sprache“ sowie ergänzende Texte des NIFBE (Niedersächsische Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung).

Die Themenblöcke werden in unterschiedlichen Kontexten wiederholt. Die Familien bekommen zudem täglich einen Fragebogen zur Selbstevaluation und Rückmeldung des Camp-Teams. Am Ende der Woche gibt es eine Mappe mit sämtlichen Inhalten. Angedacht sind zudem Folgecamps, um an individuellen Defiziten arbeiten zu können, um die Familien so an eine gesellschaftsfähige Kommunikation heranführen zu können.

Im Laufe der Woche stehen unter anderem Geocaching, eine Tour mit einem Drachenboot, ein Besuch im Hochseilgarten und ein Ausflug in ein Schwimmbad an.

 

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